Pfarrplatz 2, Linz
Dieser Hauseingang gehört zu dem denkmalgeschützten Objekt (ID: 47926) Pfarrplatz 2 in der Linzer Innenstadt. Das schlichte, Ende des 16. Jahrhunderts erstmals erwähnte spätgotische Haus, hat eine schmucklose Schauseite von fünf Geschossen und zeigt das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss leicht vorgebaut. Die engen Proportionen entsprechen dem Typus eines spätgotischen Handwerkerhauses.
Zur Geschichte: Die Linzer Münzmeister Ruprecht Puelacher und sein Bruder Wolfgang besaßen das Haus, mussten es aber vermutlich 1562, als die Münzstätte einging, ihrer Schulden wegen dem Bürger zu Straubing, Erasmus Lerchenfelder, überlassen. 1571 verkauften dessen Erben das Haus dem Messerschmied Bartholomäus Prosman. Von 1660 bis 1807 war das Haus im Besitz von Gürtlern. Johann Rueff baute im Hof 1852 eine Werkstatt. Das Portal wurde 1914 verändert. Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Gebäude einen leichten Bombenschaden. Sicherungsarbeiten wurden 1956/57 vorgenommen. Die Fassade wurde 1958 renoviert. Im Erdgeschoss befindet sich seit 2001 die Schmuckwerkstätte von Renate Bauer, ein kleines Geschäftslokal mit integrierter Werkstatt, das die Tradition dieses Hauses weiterführt.
Quelle: https://stadtgeschichte.linz.at/denkmal/Default.asp?action=denkmaldetail&id=412


